Rezension: Die fernen Stunden

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Weltbild-Link: Die fernen Stunden
Medium: Taschenbuch
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 719
Verlag: Weltbild
Kategorie: Erwachsene
Genre: Familienroman
Trilogie/Serie: /

Inhalt:
London, 1940: Die junge Meredith wird evakuiert und kommt nach Milderhurst Castle. Dort lebt sie bei dem Schriftsteller Raymond Blythe und dessen exzentrischen Töchtern. Sie taucht ein in eine Welt der Fantasie und der Geschichten. Doch dann passiert etwas, das ihr Leben für immer verändert. Viele Jahre später findet Merediths Tochter Edith einen verschollenen Brief, der sie nach Milderhurst Castle und in eine geheimnisvolle Vergangenheit führt.

Edie ist von Milderhurst Castle so fasziniert, dass sie herausfinden möchte, warum ihre Mutter nicht von ihrer Zeit auf dem Schloss reden möchte und welches Geheimnis die drei alten Blythe-Schwestern umgibt. Sie spürt, dass das Geheimnis nur darauf gewartet hat, dass sie nach Milderhurst kommt, um es zu lüften. Edie wird in die schaurige Atmosphäre von Milderhurst Castle gezogen und es kommen schreckliche Dinge ans Licht…

Meine Meinung: Dieses ist das erste Buch, das ich von Kate Morton gelesen habe und es wird sicher nicht das letzte Buch von ihr sein!

Die Autorin hat mich mit ihrer atmosphärischen Art zu schreiben völlig in ihren Bann gezogen und hat Milderhurst Castle und die vielen schrulligen, liebenswerten und geheimnisvollen Charaktere vor meinen Augen zum Leben erweckt. Ich konnte mir die Charaktere sowie das Schloss richtig vorstellen. Auch die schaurig-schöne Atmosphäre, die die Autorin erzeugt hat, hat mir mehr als einmal einen Schauer über den Rücken gejagt. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen.

Es ist die Geschichte von Edie, ihrer Mutter Meredith und den Blythe Schwestern Percy, Saffy und Juniper. Es ist eine Geschichte über Familie, Freundschaft, Liebe, Verlust, Verrat und Hass, die die Autorin auf 719 Seiten zu Papier gebracht hat, und die unglaublich spannend erzählt ist.
Edie liebt Literatur, sie liebt Bücher und so ist es auch eine Geschichte, die von Geschichten handelt, vor allem von einer: Die wahre Geschichte des Modermannes – die Geschichte, die die Handlung wie ein Rahmen umschließt und in der sich das Geheimnis der Blythe Schwestern verbirgt.

Ich möchte nicht zu viel zur Handlung verraten, ich kann nur jedem, der geheimnisvolle Geschichten um Familien mag, dieses Buch sehr ans Herz legen. Kate Morton schafft es, dass der Leser vor Spannung richtig gebannt ist. Ihre Art die einzelnen Charaktere darzustellen ist wunderbar. Es gibt hier keine oberflächlichen Figuren, sondern jede Figur hat ihre eigene, tiefgründige Geschichte, die am Ende alle wieder zusammenlaufen und sich verbinden.

Eine Liebesgeschichte sollte hier niemand vordergründig erwarten. Es gibt zwar eine, aber sie ist tragisch. Es geht hier um eine Familie, um Freunde und um Geheimnisse, die Jahre überdauert haben, bis sich Edie aufmacht, um sie endlich zu lüften.

Die Geschichte wird in der Vergangenheit und der Gegenwart erzählt, so dass man einerseits das erfährt, was Edie herausfindet, andererseits aber auch erfährt, was während des Zweiten Weltkrieges wirklich auf Schloss Milderhurst passiert ist. Ich habe diese Zeitsprünge als gut eingesetzt empfunden und es wurden mir als Leser nur so viele Dinge offenbart, wie es für den Stand der Handlung gut war, so dass ich einfach weiterlesen musste, weil ich wissen wollte, was denn nun hinter dem Geheimnis des Schlosses steckt.

Ich gebe 5 Sterne für eine sehr gute und anspruchsvoll erzählte Unterhaltung!

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10 Gedanken zu “Rezension: Die fernen Stunden

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